Freitag

06.12.19

Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 18:00 Uhr
Location: Cafe

Abendkasse: Eintritt frei

TRIGON + CRÉPUSCULE

Töne wandern durch den Kopf. Aus dem Nichts schreiten sie die Hirnwindungen ab, mal majestätisch als großer schwarzer Monolith, dann wieder wie ein fräsender Nudelsalat, der an den Synapsen zwirbelt. Es sind Gitarrentöne, erzeugt von Rainer Lange mit Vibrato, Wah Wah und direktem Draht zu irgendeiner höheren Macht. Damit nichts "nebenunder" plumpst, sind die frei assoziierten Gehirnschwingungen auf sechs Stahlsaiten am soliden, aber ebenfalls immer wieder über den Tellerrand hinausspielenden Bassgedöns von Stefan Lange festgezurrt. Den Fahrtenschwimmer hat der auch, für die langen hochfliegenden Reisen durch das Universum. Tihomir Lozanovski sorgt bauchtrommelnd unverkopft für komplexes Prügelwerk. 1989 war es, als die Lange-Brüder TRIGON gründeten. Nach Unmengen öffentlicher Jam-Sessions im Proberaum, selbstvertriebener CDs und einem eisernen Willen gegen jeden Strom zu schwimmen, stellten sich erste Erfolge ein: Der Radius wurde größer, national: Über die Live-DVD von der Zappanale gibt es nur positive Kritikermeinungen: "Trigon geben Gas ohne Ende, so dass man selbst beim Zuschauen außer Atem kommt, und liefern wieder Jam-Prog vom Feinsten." schreibt ein Experte. Und international: Aufzuzählen wären hier z.B. Auftritte in Belgien, Frankreich, Schweiz, Niederlande, Mexiko … Und nun wird also im heimischen Substage das 30-jährige Jubiläum gefeiert!

„Sechs Musiker zwischen den Welten. Mit der Idee im Herzen und im Kopf eine neue zeitgemäße französische Musik zu schaffen.“ 1984 gegründet, ist die Karlsruher Band CRÉPUSCULE ein Unikat unter den Progressive-Rockbands. Alleine dadurch, dass sie sich der französischen Sprache bedient. Ihre Musik speist sich neben der eigene Inspiration aus vielen Quellen – die Wurzeln aber liegen eindeutig in den 70er Jahren: Da ist der Drang zu hörspielartigen Klangcollagen von Pink Floyd, die überbordende Melancholie der französischen Progressiv-Rocker Ange, die Konstruktion ganz eigener Welten von Magma – das sind die Eckpfeiler, an die sich auch diese Musik anlehnt, die sich aber auch modernen Einflüssen nicht verschließt. Crépuscule ist keine Retro-Prog Band.Für hektische Frickelorgien ist da überhaupt kein Platz. Genauso wenig für den überbordenden Bombast, der in diesem Genre gelegentlich fröhliche Urständ feiert. "Hier sind leidenschaftliche Perfektionisten und zugleich Idealisten am Werk, die ein Gesamtkunstwerk aus Prog + Optik + Poesie + Story den Musikfreunden unterbreiten, für die Prog eben mehr als ausschließlich Musik ist."