Samstag, 23.12.2017   |   Einlass: 18:00 Uhr   |   Beginn: 20:00 Uhr
SHY GUY AT THE SHOW
mit freundlicher Unterstützung des Regierungspräsidium Karlsruhe
im Substage Café

SHY GUY AT THE SHOW klingen als hätten die Sisters of Mercy mit Nick Cave zu viel Rotwein getrunken, die Synthies von Depeche Mode geklaut und dann in Joy Divisions Wut gebadet. Die fünf Karlsruher nehmen ihre Zuhörer und Zuschauer mit in die dunklen 80er, tauchen tief ab ins Reich düsterer Lyrics und spielen sich wuchtig zurück an die spiegelglatte Oberfläche ihres faszinierenden Dark Wave Rock.

Seit 2006 sind SHY GUY AT THE SHOW auf den Bühnen Deutschlands unterwegs und können bei ihren explosiven Live-Shows auf Songs von fünf Studioalben zurückgreifen. Der Gewinn zahlreicher Wettbewerbe und Awards stellt den innovativen Stilmix und die unverkennbare musikalische Handschrift der düsteren Rock and Roller eindrucksvoll unter Beweis.Vom mit vielschichtig arrangierten Songs gespickten elegischen Konzeptalbum mit ausführlichem Comic bis hin zu zahlreichen pumpend-tanzbaren Stücken liefern die Musiker alles, was man sich als Fan eines innovativen, von den 80enr inspirierten Dark Wave Rocks wünscht.
Das neue Werk der Band ist der Longplayer Kingdom of the Self. Das Album erzählt eine kleine Episode des Versuches, das Selbst dingfest zu machen, dieses Selbst für kurze Augenblicke zu fassen, anzuschauen und zu erkennen. Letztlich immer nur in Momenten des Vergessens, des Flanierens im Nebel des Daseins, des Luftholens und des erneuten Eintauchens in die mannigfache Brillanz der menschlichen Existenz.
Ist der Geschmack des Schmerzens von gestern noch der unsrige? Berührt die Freude des Gegenübers mein Dasein? Bleibt der Augenblick eine Facette meines Selbst? Wenn wir über ein Selbst verfügen, dann nur in Momenten der Introspektion. In Situationen, die uns an die Grenzen dessen bringen, was oder wer wir zu sein dachten. Die Vermessung des Selbst gleicht dem Versuch, der Unendlichkeit habhaft zu werden. Mit Worten, mit Taten, mit Zahlen, mit Bildern, mit Tönen. Dieser Akt ist immer ein schmerzhafter, weil er uns zwingt, die unendlichen Weiten des Selbst zu erforschen, zu beleuchten und zu sezieren. Doch ebenso sehr ist diese Reise ins Selbst die pure Selbstermächtigung des Menschen, sein wahres Erwachen zu dem, was er zu sein vermag. Kingdom of the Self: fünf Musiker, zehn Songs, 50 Minuten – eine mitreißende musikalische Expedition ins Universum Mensch.